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Häufige Frage

Welche Vorgaben gibt es zur Nutzung von Winter- und Sommerreifen?

Im Rahmen eines professionellen Pkw-Fuhrparkmanagements gibt es klare gesetzliche und organisatorische Vorgaben zur Nutzung von Winter- und Sommerreifen – und die sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Aktualisiert:

Welche gesetzlichen Vorgaben gelten für Winterreifen?

Die Winterreifenpflicht gilt in Deutschland situationsabhängig (§ 2 Abs. 3a StVO):

  • Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte müssen Winterreifen montiert sein.
  • Reifen müssen das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) tragen.
  • Mindestprofiltiefe: 1,6 mm, empfohlen wird jedoch deutlich mehr Restprofil – Sicherheit geht vor.
Rechtsgrundlage

§ 2 Abs. 3a Satz 1 StVO: Der Führer eines Kraftfahrzeuges darf dies bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur fahren, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind, die unbeschadet der allgemeinen Anforderungen an die Bereifung den Anforderungen des § 36 Absatz 4 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung genügen.

§ 36 Abs. 4 StVZO (Auszug): Reifen für winterliche Wetterverhältnisse sind Luftreifen im Sinne des Absatzes 2, […] die mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) nach der Regelung Nr. 117 der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) […] gekennzeichnet sind.

§ 36 Abs. 3 Satz 4 StVZO: Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen; als Hauptprofil gelten dabei die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt.

Wann sollten Sommerreifen genutzt werden?

Es gibt keinen gesetzlichen „Startschuss“ für den Wechsel – aber bei dauerhaft milden Temperaturen sind Sommerreifen die bessere Wahl:

  • Kürzere Bremswege auf trockener und nasser Fahrbahn
  • Stabileres Fahrverhalten und geringerer Verschleiß

Fuhrpark-Tipp: Die bewährte Faustregel lautet „Von O bis O“ – also Oktober bis Ostern für Winterreifen. Eine rechtzeitige Umrüstung verhindert Bußgelder, Ausfallzeiten und Haftungsrisiken.

Wer ist im Fuhrparkmanagement für die Bereifung verantwortlich?

Als Fuhrparkmanager tragen Sie die Verantwortung dafür, dass alle Fahrzeuge der Flotte saisonal korrekt bereift sind. Viele Unternehmen setzen hierfür auf digitale Tools oder externe Partner zur automatisierten Reifenüberwachung und Terminplanung.

Mehr über moderne Strategien im Flottenmanagement finden Sie hier:

Ausführlich im Ratgeber

Welche Winterreifen und Schneeketten die Flotte braucht und was neben der Bereifung zur Wintervorbereitung gehört – von Batterie-Check bis Notfall-Kit –, erklärt unser Ratgeber Winterfeste Flotte: So gelingt die optimale Vorbereitung.

Wie unterstützt carvion beim Reifenmanagement?

Wenn Sie Reifenlogistik und saisonale Umrüstungen nicht mehr manuell koordinieren möchten, lohnt sich der Blick auf carvion.com und unsere Leistung Technik & Wartung. Mit digitalen Tools, klaren Prozessen und professioneller Betreuung bleibt Ihr Fuhrpark auch bei Schnee, Sonne oder Regen auf Kurs. Weitere Antworten finden Sie in der FAQ-Übersicht, persönliche Beratung über unsere Kontaktseite.

Häufige Fragen

Welche gesetzlichen Vorgaben gelten für Winterreifen?

Winterreifenpflicht gilt bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte (§ 2 Abs. 3a StVO). Die Reifen müssen das Alpine-Symbol tragen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm, empfohlen wird jedoch deutlich mehr Restprofil – gerade im Fuhrpark zählt Sicherheit doppelt.

Wann sollten Sommerreifen genutzt werden?

Bei dauerhaft milden Temperaturen sind Sommerreifen die bessere Wahl: Sie bieten kürzere Bremswege und ein stabileres Fahrverhalten auf trockener und nasser Straße. Die Faustregel „Von O bis O“ – von Oktober bis Ostern – hilft, Winterreifen rechtzeitig zu nutzen und Umrüstungen vorausschauend zu planen.

Wer ist im Unternehmen für die Umrüstung verantwortlich?

In der Regel liegt die Verantwortung bei der Fuhrparkleitung. Sie sorgt dafür, dass alle Fahrzeuge termingerecht umgerüstet werden und dokumentiert ist, welche Fahrzeuge wann mit welchen Reifen unterwegs sind. Viele Unternehmen nutzen hierfür digitale Fuhrparktools oder Reifenservice-Partner, die Wechseltermine, Einlagerung und Protokolle übernehmen.

Was ist der wichtigste Tipp für das Reifenmanagement im Fuhrpark?

Rechtzeitig planen und Prozesse klar regeln. Wer frühzeitig Umrüsttermine blockt, Verantwortlichkeiten definiert und alles dokumentiert, reduziert Ausfallzeiten, Kosten und Haftungsrisiken.

Quellen & Rechtsgrundlagen

Über den Autor

Alexander Schuh ist Berater für Flotten- und Schadenmanagement bei carvion.

Kontakt: carvion.com/kontakt

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